Ferien-Südtirol-Blog - Wellness & Beauty

Mit ‘Burg’ getaggte Artikel

Ansitze und Schlösser im Überetsch (Eppan und St. Pauls Berg)

Mittwoch, 27. Mai 2009

In direkter Umgebung des Appartement Hotel Matscher Wellness & Beauty **** befinden sich verschiedenste Schlösser, Burgen und Ansitze, welche das Landschaftsbild des Weinanbaugebietes Eppan und Pauls Berg so charakteristisch prägen.

Schloss Englar in Eppan Berg ist unter anderem auch ein Austragungsort des jährlichen Internationalen Eppaner Burgenritts

Schloss Englar in Eppan Berg ist unter anderem auch ein Austragungsort des jährlichen Internationalen Eppaner Burgenritts

Die Burgengemeinde Eppan zählt in diesem Zusammenhang zu den burgenreichsten Regionen Europas und zeugt von Jahrhundertealter Kultur im Überetsch in der Nähe von Bozen.

Ansitz Zinnenburg in Pauls Berg oberhalb des Windorfes St. Pauls

Ansitz Zinnenburg in Pauls Berg oberhalb des Windorfes St. Pauls

Durch die jahrhundertealte Tradition des Weinanbaus war die Region um Bozen auf dem Weg von Meran in richtung Süden schon im Mittelalter von großer Bedeutung, was unzählige herrschaftliche Ansitze beweisen, sie bis zum heutigen Tage genutzt bzw. bewohnt sind.

Ansitz der Fam. Klotz in Pauls Berg oberhalb des Weindorfes St. Pauls

Ansitz der Fam. Klotz in Pauls Berg oberhalb des Weindorfes St. Pauls

Die Ansitze waren Wohnort der gehobenen Bevölkerungsschicht rund um die Burgen und Schlösser bzw. sind erst in dem späten Mittelalter entstanden.

Ansitz der Fam. Haas in unmittelbarer Nähe zum Schloss Freudenstein auf dem Weg nach Perdonig

Ansitz der Fam. Haas in unmittelbarer Nähe zum Schloss Freudenstein auf dem Weg nach Perdonig

Besonders interessant und sehenswert ist auch Schloss Moos in Eppan Berg; darin ist ein Museum über die mittelalterliche Wohnkultur untergebracht.

Schloss Moos in Eppan Berg - Museum für mittelalterliche WohnkulturSchloss Moos in Eppan Berg - Museum für mittelalterliche Wohnkultur

Schloss Moos in Eppan Berg - Museum für mittelalterliche Wohnkultur

Reinhold Messner ’s Sommerresidence Schloss Juval im Vinschgau – Tibet trifft Südtirol

Montag, 04. Mai 2009

Das Schloss Juval ist eine mittelalterliche Burg mit romanischem Kern am Eingang des Schnalstales (Vinschgau) oberhalb von Naturns im Gemeindegebiet von Kastelbell-Tschars etwa 1.000 m über Meereshöhe.

Schloss Juval und im Hintergrund die südlichen Berge des Vinschgau

Schloss Juval und im Hintergrund die südlichen Berge des Vinschgau

Der Name Juval leitet sich ab vom lat. „Mons Jovis“ (Berg Jupiters), einer Bezeichnung, die für kuppige, kopfähnliche Bergformationen an wichtigen Wegverbindungen als Sakralbezeichnung in Gebrauch war.

Südansicht von Schloss Juval vom Wanderweg entlang des Schnalswaals aus gesehen

Südansicht von Schloss Juval vom Wanderweg entlang des Schnalswaals aus gesehen

Erbaut wurde das Schloss wahrscheinlich um 1250; als Besitz von Hugo von Montalban wird es 1278 erstmals erwähnt. 1368 zählt es zum Besitz der Herren von Starkenberg und 1540, nach häufigerem Besitzwechsel, wird es von der Familie Sinkmoser erworben. Das Schloss fällt später dem Geschlecht der Hendl zu, die es 1813 an den Bauern Josef Blaas verkaufen. Die Burg verfällt in der Folgezeit. 1913 kaufte der Holländer William Rowland die Anlage und sanierte sie.

Eingangspforte des Schloss Juval, Resicende von Reinhold Messner und Museum (auch tibetischer Kunst)

Eingangspforte des Schloss Juval, Resicende von Reinhold Messner und Museum (auch tibetischer Kunst)

1983 wurde Schloss Juval vom Südtiroler Extrembergsteiger Reinhold Messner erworben und restauriert und von diesem mitunter als Sommerresidence genutzt. Die Innenhöfe mit Himalaja-Zedern und ein Dutzend Räume können besichtigt werden.

Tibetische Dämonenfiguren im Schlossgarten innerhalb von Schloss Juval im Vinschgau

Tibetische Dämonenfiguren im Schlossgarten innerhalb von Schloss Juval im Vinschgau

Darunter die Hauskapelle mit religiösen Symbolen aus drei Jahrtausenden, die „Höhle der Erleuchtung“ oder das „Haus der Trolle und Gnome“.

Tibetische Dämonenfiguren im Inneren von Schloss Juval

Tibetische Dämonenfiguren im Inneren von Schloss Juval

Zu sehen gibt es die vermutlich umfangreichste Tibetika-Sammlung der Welt, eine Bergbild-Galerie über mehrere Etagen und Messners Maskensammlung aus fünf Kontinenten. Auch Einblicke in private Wohnbereiche und den Expeditionskeller mit Original-Ausrüstung für Extremtouren werden gewährt.

Schloss Juval liegt eine ¾ Stunde vom Appartement Hotel Matscher Wellness & Beauty **** entfernt und ist über Meran, vorbei an den Orten Rabland und Naturns, vorbei am Eingang in das Schnalstal, mühelos erreichbar. Direkt vom Parkplatz unterhalb der Burganlage kann der Aufstieg zu Fuss oder mit dem Juval Shuttle angegangen werden: Anfangs April bis Ende Juni und vom Anfang September bis Ende Oktober, Mittwoch Ruhetag. Von der Bus- Endstation beim Reinhold Messners Schlosswirt Juval (Einkehrmöglichkeit mit Spielgelegenheiten und Tieren für Kinder) sind es noch 15 Minuten Gehzeit bis zum Schloss Juval.

Der Gasthof Schlosswirt direkt unter dem Schloss Juval am Eingang in das Schnalstal

Der Gasthof Schlosswirt direkt unter dem Schloss Juval am Eingang in das Schnalstal

Der gesamte Schlosshügel kann zu Fuss umwandert werden (1 Stunde).

Darüber hinaus bietet sich auch ein Wanderweg vom Dörflein Tschars weiter im Westen über den Tscharser Schnalswaal an (siehe Eintrag unter Waalwege in Südtirol).

Eroberung der Burg Hocheppan im Überetsch (Süden Südtirols)

Sonntag, 28. September 2008

Vom Appartement Hotel Matscher Wellness & Beauty **** verläuft der Fussweg durch die romantische Weinhügellandschaft von Eppan Berg in Richtung Pauls Berg nach Missian und dann vorbei an Schloss Korb, immer auf gut markiertem Weg, bei Unterhausen in den Wald. Auf dem ganzen gemütlichen Gehweg beeindruckt der herrliche Ausblick in den Bozner Talkessel, in die Umgebung von Meran, dem Tschöggelberg und die Dolomiten. Nach einem zirka 2-stündigem Fussmarsch (mit dem Auto kann der Weg erheblich abgekürzt werden – Parkgelegenheit am Waldesrand) erreicht man nach einem letzten Aufstieg vorbei am sogenannten Kreideturm die mittelalterliche Burgfestung Hocheppan.

Die Burg Hocheppan mit dem 5-eckigen Burgfried

Die Burg Hocheppan mit dem 5-eckigen Burgfried

Die Burganlage selbst ist über eine Zugbrücke erreichbar und bietet neben kulinarischen Köstlichkeiten Interessantes für Jung und Alt. Unbedingt zu sehen sind die historischen Fresken auf und in der Burgkapelle sowie die verschiedensten Innenhöfe der Festung. Unsere Kleinen vergügen sich derweil auf den hofinternen Grünflächen und üben sich im Pfeil- und Bogenschießen.

Blick auf den Innenhof der Burganlage

Blick auf den Innenhof der Burganlage

Die Anlage war Heimat mittelalterlicher Raumritter, welche die überschaubare Lage für ihre Raubzüge in das Tal benutzten. Auf diese Vergangenheit lassen heute allerdings nur mehr die verschiedensten Befestigungen schließen. Nach einer ersten Erkundung sollten auch die Gaumenfreuden nicht zu kurz kommen, wobei der burginterne Ausschank typische Südtiroler Kost anbietet.

Südtiroler Kost inmitten der mittelalterlichen Vergangenheit

Südtiroler Kost inmitten der mittelalterlichen Vergangenheit

Das Ausflugsziel besticht auch durch die herrliche Panoramalage und den weitläufigen Blick nach Bozen und Meran, sowie über das Weindorf St. Pauls in das Übertesch und Südtiroler Unterland.

Blick nach St. Pauls und das Überetsch in Richtung Süden

Blick nach St. Pauls und das Überetsch in Richtung Süden

Die Rückkehr erfolgt wie der Aufstieg oder kann über einen zum Teil gut erschlossenen, aber nur für schwindelfreie Geher in Richtung Burgruine Boymont und runter nach Schloss Korb fortgesetzt werden.